Geschichte

Geschichte der Faustballabteilung

Bereits in den Jahren 1907, 1919 und 1924 wurden für den Turnverein Faustbälle angeschafft, daher ist anzunehmen, dass das um die Jahrhundertwende eingeführte Faustballspiel bereits damals in Stammbach betrieben wurde. Nähere Aufzeichnungen darüber sind aber leider nicht mehr auffindbar. Ab 1949 existieren dann gesicherte Aufzeichnungen über das Faustballspiel in Stammbach. Bis 1959 waren regelmäßig ein bis zwei Mannschaften an den Punktspielen beteiligt. Nach Ende der Saison des Jahres 1959 trat eine 8-jährige Ruhepause ein, da es an Spielern und einem geeigneten Leiter fehlte. 1967 erlebte die Faustballabteilung wieder einen Aufschwung, es fanden sich einige junge Mitglieder zusammen, die wieder mit dem Faustballspiel begannen.

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Hinten von links: Helmut Altmann, Hermann Wirth, Georg Schuberth, Heinz Petzet;
Vorne von links: Norbert Scholz, Horst Hein und Helmut Scholz

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte bereits in der Punktspielrunde 1968 der Aufstieg in die B-Klasse gefeiert werden. Von 1969 bis 1971 beteiligte sich auch eine Jugendmannschaft an den Punktspielen. In der Zeit von 1971 – 1973, unter dem Abteilungsleiter Horst Hein, konnten sogar 3 Mannschaften in der Punktrunde gemeldet werden. Eine dieser Mannschaften schaffte sogar 1972 den Aufstieg in die A-Klasse. Dank dem zurückgekehrten Bayernligaspieler Udo Petzet konnte der Vize-Meister von 1974 nach schweren Aufstiegskämpfen sogar in die Bezirksliga aufsteigen. Dies war der bis dahin höchste sportliche Erfolg der Faustballabteilung.

 

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Hinten von links nach rechts: Hartmut Kuboth, Hermann Wirth, Heinz Petzet und Eyke Fiedler; Vorne von links nach rechts: Helmut Altmann, Udo Petzet und Georg Schuberth

Von 1974 – 1984 war Helmut Altmann Abteilungsleiter der Faustballabteilung. Auch in dieser Zeit wurde an Punktspielen und vielen bundesweiten Turnieren teilgenommen. Einen herausragenden Erfolg erzielte die erste Mannschaft des TV Stammbach 1977, als man Oberfränkischer Meister in der Hallenrunde wurde und nur knapp den Aufstieg in die Nordbayernliga verpasste. In der darauf folgenden Hallensaison, war der Aufstieg in die Nordbayernliga dann aber endgültig gesichert. Auch bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft konnte das Team 1984 einen hervorragenden dritten Rang erreichen.

Unter der Leitung von Udo Petzet, die bis 1995 andauerte, wurde vor allem auch die Jugendarbeit groß geschrieben. 1989 wurde wieder eine männliche Jugendmannschaft gegründet und in der Hallensaison 1991/92 nahm auch wieder eine Schülermannschaft des TV an der Punktrunde teil.

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Hinten von links: Udo Petzet (Trainer), Alexander Trentzsch, Andreas Wagner, Georg Schuberth (Co-Trainer); Vorne von links: Stefan Schmidt, Markus Schuberth, Torsten Schuberth

Neuer Wind kam auch durch die Neugründung der ersten weiblichen Jugendmannschaft im Jahre 1992 in die Abteilung. Bereits ein Jahr später war der Andrang so groß, daß ein Team weibliche Jugend und ein Team Schülerinnen in der Feldsaison gemeldet werden konnte. Als Trainer für beide Mannschaften stellten sich Hermann Wirth und Horst Czisch zur Verfügung.

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Hinten von links: Michaela Blaschke, Heike Neidhardt, Katja Ruckdeschel und Kerstin Süß; Vorne von links: Michaela Wirth, Nicole Stöckert und Sandra Scholz

1992 war auch das Jahr, in dem zum ersten Mal, das jetzt schon legendäre vereinsinterne Weihnachtsturnier stattfand. Seither wird es jährlich, immer am letzen Wochenende vor Weihnachten, aus-getragen und endet mit dem „Currywurstessen“ im Sportzentrum. Die Siegerehrung findet dann traditionsgemäß bei der alljährlichen Fackelwanderung statt.

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Hinten von links: Ralf Petzet, Matthias Geigner, Timo Rohde
Vorne von links: Holger Hick, Oliver Stöckert und Stefan Czisch

Im darauffolgendem Jahr gelang es der männlichen Schülermannschaft (Matthias Geigner, Timo Rohde, Holger Hick, Stefan Czisch und Oliver Stöckert) den 2. Platz in der Bezirksliga zu belegen und somit erhielten sie auch die Chance zur Nordbayerischen Meisterschaft zu fahren. Auch wenn die junge Mannschaft dort Lehrgeld bezahlen musste, war es doch für alle ein tolles Erlebnis.

Auch die Schülerinnen und die weibliche Jugend hatten durch Ihre guten Plazierungen im Jahre 1994 die Möglichkeit bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften in Landshut teilzunehmen und belegten dabei einen achtbaren 7. und 5. Rang. In der Feldsaison konnten die Schülerinnen dann den Meistertitel in der Bezirksliga feiern.

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Vorne links: Bettina Ruckdeschel und Anett Wagner
Hinten links: Horst Czisch (Trainer), Kim Voit, Stefanie Geigner, Michaela Wirth

Ein weiteres Highlight des Jahres 1994 war das erste Trainingswochende in der Jugendherberge Oberwarmensteinach. Von Freitag bis Sonntag wurde fleißig trainiert, gewandert und gefeiert. In regelmäßigen Abständen findet seitdem dieses Trainingswochenende immer im April/Mai statt. Bei der Fackelwanderung 1995 konnte dann auch das schauspielerische Talent der Faustballdamen bestaunt werden. Es wurde das Stück „Im Photoatelier“ von Karl Valentin zum Besten gegeben.
Die Damen wurden gleich zu einem Gastauftritt im Münchberger Barbaraheim verpflichtet, wo sie zum 50. Geburtstag von Frau Knopf Ihr Talent nochmals unter Beweis stellten.

1996 übernahm Markus Schuberth die Leitung der Faustballabteilung. Die sportlichen Erfolge blieben der Abteilung erhalten. In der Saision 1997 konnten von der weiblichen Jugend und von der Damenmannschaft Meistertitel in der Bezirksliga errungen werden.

Es ist vor allem aber auch gesellschaftlich noch einiges mehr geboten. So wurden schon 2 Silvesterfeiern (1999/2000 und 2001/2002) in den Vereinsgaragen am Sportzentrum abgehalten, bei denen Jung und Alt das neue Jahr begrüßten. Es findet immer noch der alljährliche Fackelmarsch mit Spielen, Vorführungen, Quiz usw. statt. Im Februar 2001 und im März 2002 fuhr die „Faustballjugend“ sogar übers Wochenende in die Sportwelt Amadè (Österreich) zum Skifahren. Seit dem 15.03.2001 gibt es auch einen Stammtisch der immer am Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Pizzeria „La Taverna“ stattfindet. Über das Jahr verteilt, gibt es also unzählige Veranstaltungen, wie z.B. das 24-Stunden-Turnier in Freising, Grillabende, Zeltlager und Fahrradtouren und vieles mehr.

Momentan (2002) sind 3 Mannschaften regelmäßig in der Halle und auf dem Feld bei den Punktspielen am Start. Eine Herrenmannschaft (Kreisliga A) und zwei Damenmannschaften (1. Mannschaft in der Landesliga und die 2. Mannschaft in der Bezirksliga). Seit dem Neuaufbau des Faustballsports in Stammbach spielten seit 1968 ca. 100 Stammbacher Faustballer bei Punktspielrunden mit.

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